«One Health»: Vom Boden über Pflanzen und Wiederkäuer bis zum Menschen

12.10.2017

Im Januar 2018 startet an der Universität Bern die neue, interfakultäre Foschungskooperation «One Health». Sie befasst sich mit dem immer bedeutender werdenden Forschungsgebiet, das die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Umwelt, Tier und Mensch untersucht.

Das Projekt vereint 10 Forschungsgruppen mit Expertise in Mikrobiologie, Umweltwissenschaften, Pflanzen- und Tiergesundheit, Humanmedizin und Bioinformatik, die an drei Fakultäten angesiedelt sind: der Philosophisch-naturwissenschaftlichen, der Medizinischen und der Vetsuisse-Fakultät.

Die Interfakultäre Foschungskooperation untersucht insbesondere den Einfluss von Umweltveränderungen auf Nahrungskettensysteme – also von Böden über Pflanzen hin zu Wiederkäuern und schliesslich Mäusen als Modellorganismen für die menschliche Gesundheit. So kann erstmals vergleichend analysiert werden, wie die mikrobiellen Gemeinschaften an verschiedenen Schnittstellen der Nahrungskette auf Faktoren wie Temperatur, Schwermetalle und Pflanzensekundärstoffe reagieren, und welchen Einfluss diese Veränderungen auf die Gesundheit der einzelnen Glieder der Nahrungskette sowie das gesamte System haben.

Indem sie ihre Fachkompetenz vereinen, können die Forschungsgruppen unter anderem gesundheitliche Kaskadeneffekte innerhalb der Nahrungskette beobachten, was ihnen sonst nicht möglich wäre. «Dies ist ein spannender neuer Ansatz innerhalb des One Health-Konzepts. Wir rechnen damit, dass sich die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Systeme übertragen lassen und zum Verständnis und zur Behebung von negativen Umwelteinflüssen in globalen Nahrungsketten beitragen», sagte Candinas, Vizerektor Forschung.

Projektleitung
Prof. Matthias Erb, Institut für Pflanzenwissenschaften, Direktor und Mitglied im Swiss Plant Science Web
Andrew Macpherson, Gastroentereologie, Vizedirektor

Quelle
http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2017/medienmitteilungen_2017/die_universitaet_bern_im_aufbruch/index_ger.html

 

 

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